Berühmte Fälschungen

Urheberschaft und Verantwortung

Anhand des Fälschungsfalls der „Hitlertagebücher“ diskutieren die Schülerinnen und Schüler Funktion und Verantwortung der Medien in der Gesellschaft. Sie recherchieren online moderne Fälle von Fälschungen in digitalen Medien und reflektieren die Ergebnisse in Nachrichtentexten, die sie als Blogger veröffentlichen.
Während die Ächtung gefälschter Zeitzeugnissen verbreiteter ist, vermittelt die Häufigkeit von Fälschungen digitaler Formate ein anderes Bild: kopierte Originalsoftware mit gefälschten Markenzeichen, digital manipulierte Fotos, eingeschleuste Trojaner, Downloads mit Nebenwirkungen, falsche Rechnungen und Internetauftritte.

Fakt ist jedoch: ob in Printmedien, online oder in der Kommunikation per E-Mail – wer fälscht, verletzt soziale Normen und riskiert strafrechtliche Konsequenzen. Unser Urheberrecht schützt das Werk vor Verfälschung, zugleich wird aber auch die Glaubwürdigkeit des Urhebers überprüfbar.
Überblick
Hier klicken
Arbeitsblätter zum Bloggen, Texten und zur Berichterstellung.
Die Schülerinnen und Schüler diskutieren Funktion und Verantwortung der Medien in der Gesellschaft, indem sie einen spektakulären Fall in der Mediengeschichte der Bundesrepublik recherchieren und eigene Erfahrungen mit Fälschungen in digitalen Medien reflektieren.

Die Schülerinnen und Schüler:

klären die gesellschaftliche Rolle des neuen Informationsmediums Internet, indem sie bei der eigenen Recherche die Zuverlässigkeit von Online-Informationen und Online-Diensten einschätzen.
unterscheiden zwischen historischen Print- und modernen Online-Medien, indem sie ihre Rechercheergebnisse zum historischen Fall erörtern und sich zugleich über spektakuläre Fälschungen in der Welt digitaler Medien austauschen.
trainieren den Umgang mit Internetanwendungen wie zum Beispiel Windows Live, indem sie ein Online-Tagebuch zu Fälschungen in der Welt digitaler Medien führen.

Umsetzung im Unterricht

Die Umsetzung der Unterrichtsidee erfolgt in fünf Phasen. In der ersten Phase recherchieren die Schülerinnen und Schüler online zur Frage: Wodurch wurden 1983 die „Hitlertagebücher“ des Konrad Kujau als Fälschung entlarvt? Anschließend dokumentieren sie die recherchierten Inhalte in einem digitalen Format. In der dritten Phase tauschen sie sich in kleinen Gruppen über die Ergebnisse ihrer Recherchen zum Fälscherfall aus, nennen ihre Recherchequellen und begründen, warum sie diese Quellen für glaubwürdig halten.
In Phase 4 recherchieren und dokumentieren die Schülerinnen und Schüler moderne Fälle von Fälschungen in der Welt digitaler Medien. Zu jedem Fall werden Kurznachrichten für die spätere Veröffentlichung erstellt. In der letzten Phase stellen sie ihre Nachrichten in einem Blog dar und entscheiden über die Veröffentlichung.

Ergebnis

Verfassen eines Blogs, das aktuelle Erlebnisse und Ereignisse in Zusammenhang mit Fälschungen in der digitalen Welt dokumentiert und zur Diskussion stellt.

Weiterführende Informationen

Der Fälscher Konrad Kujau
Die Seite informiert in kurzen Beiträgen rund um das Thema Fälschung in verschiedenen Medienformaten und ist für einen Einstieg in die Recherche gut geeignet.
[www.galerie-ausstellung.de | 09.11.2011 | 13:16]