Interview mit Sabine Bendiek

Im Gespräch zum "Tag des geistigen Eigentums"

Anlässlich des Tag des geistigen Eigentums 2017 haben wir Personen aus verschiedenen Bereichen zu diesem Thema befragt und erkundet, wo Lehrkräfte, Jugendliche, Entwickler und Entscheider mit dem geistigen Eigentum anderer Menschen konfrontiert werden bzw. wie sie dazu stehen. Hier kann man das Interview mit Sabine Bendiek lesen.
Originale setzen Zeichen: Ein Blick zurück: Welche war Ihre erste persönliche Erfahrung mit geistigem Eigentum?

Sabine Bendiek: Wie bei so vielen, natürlich privat im Umgang mit Filmen, Musik und auch Büchern und der Erkenntnis, dass die jeweiligen Menschen davon abhängen, für ihren Beitrag auch eine Entlohnung zu bekommen.

Originale setzen Zeichen: In welcher Situation sind Sie in Ihrer unternehmerischen Tätigkeit das erste Mal auf geistiges Eigentum gestoßen?

Sabine Bendiek: Da ich von Anfang an in der IT Industrie unterwegs war, natürlich bei SW, aber auch bei den Geräten, die geistiges Eigentum reproduzieren und speichern Desktops/Laptops mit Festplatten, Speichersysteme und –Drucker.

Originale setzen Zeichen: Und welche Rolle spielt geistiges Eigentum in Ihrem jetzigen Beruf?

Sabine Bendiek: Eine große Rolle: Wir sind ein Software und Servicesanbieter, damit hängt unser Erfolg auch daran, inwieweit unsere Entwicklungen als unser Eigentum anerkannt werden und entsprechend bei Nutzung vergütet werden.

Originale setzen Zeichen: Bei welchen konkreten Gelegenheiten müssen Sie die Interessen des Unternehmertums und geistiges Eigentum unter einen Hut bringen?

Sabine Bendiek: Es ist unsere Mission, jeden Menschen und jede Organisation zu befähigen mehr zu erreichen. Dies bedingt natürlich auch, einfachen, niedrigschwelligen Zugang zu unseren Technologien, die auf unserem geistigen Eigentum beruhen. Dies müssen wir immer abwägen mit der Frage nach Überprüfbarkeit und der grundsätzlichen Anerkenntnis, das geistiges Eigentum einen Wert und damit auch einen Preis hat, wenn man es nutzt.

Originale setzen Zeichen: Welchen Tipp können Sie jungen Menschen geben, die etwas kreieren, komponieren oder erschaffen und es dann auch verbreiten wollen?

Sabine Bendiek: Das Wichtigste ist immer die Abwägung zwischen Verbreitung/Nutzung und dem Preis. Geistiges Eigentum ist leicht zu kopieren, aber es geht auch einfach sehr leicht in der Aufmerksamkeit unter… daher: nicht entmutigen lassen, wenn es anfänglich nicht so läuft wie erhofft. An der eigenen Unverwechselbarkeit arbeiten und sich und damit auch das was man schafft, beständig weiterentwickeln – nie stehen bleiben!

Biografie

Sabine Bendiek ist seit Januar 2016 Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. Sie berichtet an Michel Van der Bel, Corporate Vice President Microsoft EMEA. Bendiek ist Absolventin des Studiengangs Managementwissenschaften am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (MSc). Zudem studierte sie Betriebswirtschaft an der Universität Mannheim mit Abschluss als Diplom-Betriebswirtin. Zu Beginn ihrer Karriere war Bendiek bei McKinsey, Booz Allen und Siemens Nixdorf Information Systems beschäftigt.

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Weiterführende Informationen

Online-Magazin Originale21
Das Magazin „Originale21“ ist ein gemeinsames Angebot von Helliwood media & education und der Microsoft Deutschland GmbH. Ziel ist es, die Thematiken „Schutz des geistigen Eigentums“ & "Datensicherheit" unter einer pädagogischen Dimension für Jugendliche und Lehrkräfte zugleich darzustellen und zu diskutieren.
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[www.microsoft.com | 20.04.2017 | 15:30]
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Der "Originale setzen Zeichen"-Twitterkanal stellt Lehrkräften Unterrichtsmaterialien zu den Themen Datenschutz und Urheberrecht von der 1. bis zur 13. Klasse zur Verfügung.
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