Der Urheber

Von der Idee zum eigenen Werk

"Urheber ist der Schöpfer des Werkes." So sagt es das Urheberrechtsgesetz. Urheber werden kann jeder, denn unabhängig vom Alter, steht einem Kulturschaffenden mit der Übergabe einer Wertschöpfung an die Öffentlichkeit das Urheberrecht zu.
Mit dem Einzug der neuen Medien kommt die Schule um das Thema Urheberrecht nicht mehr herum. Bisher blieb die Schule, als Bildungseinrichtung, weitgehend verschont, wenn es um das Thema Urheberrecht ging. Denn innerhalb der Schule gilt eine Sonderregelung hinsichtlich der Nutzung von Kopien, solange diese das Schulgebäude nicht verlassen.
Heutzutage erstellen Schülerinnen und Schüler eigene Texte und stellen sie in Blogs, schreiben Schülerzeitungen, die im Internet veröffentlicht werden. Sie malen Bilder oder erarbeiten Fotoreportagen von Projekten und stellen diese auf der Schulhomepage aus. Sie machen Musik und bieten sie online zum Herunterladen an. Die Schüler sind Urheber und haben damit das Recht auf den Schutz ihrer Werke. Sie alleine bestimmen, wo, wie, ob und unter welchem Namen ihre geistige Schöpfung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll und darf.
Wer den Schutz genießt, sollte dabei die Rechte der Anderen nicht verletzen. Längst ist das Urheberrecht nicht mehr nur Angelegenheit der Kulturschaffenden, sondern es betrifft jeden, der sich im Internet der Werke anderer bedient.

Publizieren im Internet

Wer im Internet öffentlich tätig werden will, sollte sich mit Plagiaten und Raub von geistigem Eigentum vertraut machen. Bei der täglichen Mediennutzung stoßen wir immer schneller an die Grenzen des Urheberrechts. Um zu wissen, was erlaubt ist und was nicht, kommt man nicht umhin, sich mit der gesetzlichen Regelung auseinanderzusetzen.
A und O des Publizierens ist das Wissen um den Umgang mit Zitaten und Quellen. Wer sein Werk online veröffentlichen will, sollte wissen, dass Programme, Figuren, Geschichten, Bilder, Grafiken und Musik aus anderen Quellen urheberrechtlich geschützt sind. In jedem Fall sollte man sich im Vorfeld über die entsprechenden Nutzungsbedingungen informieren. Darüber hinaus sollte man sich darüber im Klaren sein, dass auch private Webseiten, Onlineforen, Blogs oder Newsgroups öffentliche Orte sind, auf die potenziell jeder Internetnutzer zugreifen kann.
Urheber ist, wer ein kreatives Werk schafft und dieses der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt. Urheber genießen unabhängig vom Alter Schutz und behalten diesen solange sie leben. Das Werk selber behält diesen Schutz noch 70 Jahre über den Tod des Urhebers hinaus.
Wer mit eigenen Werken in die Öffentlichkeit tritt, sollte darauf achten, dass er die Rechte anderer nicht verletzt. Texte, Fotos, Figuren, Softwareprogramme, Grafiken und Musik sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit entsprechender Genehmigung genutzt werden.
Mit dem Zugang zu Online-Medien tritt die Schule in die Öffentlichkeit. Die bisher geltende Schrankenregelung hinsichtlich der Nutzung von Kopien gilt bei Auftritten in der digitalen Welt nicht.
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Das Plagiat – sich mit fremden Federn schmücken – oder der Diebstahl von Gedankengut bedeutet im Lateinischen "Menschenraub" und war von jeher verpönt. Die Wahrung der Urheberrechte ist mehr denn je eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gerade Kinder und Jugendliche nutzen die Vorteile der neuen Medienwelt und profitieren davon. Darum sollten sie frühzeitig für das Thema Urheberrecht sensibilisiert werden. Es lauern Tücken und Gefahren, auf die man sie aufmerksam machen muss, damit die Überraschung nicht zu groß wird.

Weitere Informationen

Urheberrecht in der Schule
Urheberrecht in der Schule ist eine Initiative des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien Bad Berka. Die Inhalte wurden auf der Grundlage einer Projektarbeit des Studiengangs "Angewandte Medienwissenschaft" an der Technischen Universität Ilmenau von Yvonne Bäro und Franziska Becher in Zusammenarbeit mit ThILLM erstellt.
[www.urheberrecht.th.schule.de | 27.10.2011 | 17:16]