Tausch und Handel

Das Internet als Netz der Raubkopierer

Der Markt für digitale Musik-Downloads wächst rasant und wer kennt ihn nicht, den Auktionsslogan, an dessen Ende das Ersteigerte "Meins" ist. Der Internet-Marktplatz ist attraktiv - und das nicht nur für ehrlich gemeinte Geschäfte.
Ein beliebter Trend der modernen Zeit ist das Einkaufen und Handeln via Internet. Doch nicht alles, was dort angeboten und verkauft wird, ist legal. Auch wenn die weite Welt des Internets anonym erscheint - sie ist es nicht!
Der weltgrößte Auktionsmarkt hat bereits deutliche Zeichen gesetzt, um sich von der illegalen Nutzung zu distanzieren. Mit verschiedenen Aktionen und Kooperationen werden Nutzer auf den Seiten von ebay über die Grundsätze für den Schutz geistigen Eigentums aufgeklärt. Mit VeRI, dem verifizierte Rechteinhaber-Programm, können Betroffene schnell und unkompliziert auf Rechte verletzende Angebote hinweisen.
In den Medien wird das beliebte, jedoch illegale Sharing von Filmen, Musik und Softwareraubkopien in Tauschbörsen heiß diskutiert. Die Rede ist von "The Pirate Bay", "eDonkey", "eMule", "BearShare", "BitTorrent" und Co., Tauschbörsen, wo man über P2P-Systeme nach Herzenslust Musik up- und downloaden kann - und das nicht immer legal.

P2P – Peer To Peer

Wo kommt sie her, die Technik, die einen schnellen und unkomplizierten Austausch (Filesharing) hochkomplexer Daten über das Internet ermöglicht. Peer-to-Peer-Netzwerke sind ein Zusammenschluss gleichberechtigter Rechner, die eine neue Form der globalen Zusammenarbeit ermöglichen.
Ins Gerede gekommen ist diese Technologie erst, als urheberrechtlich geschützte Werke über Tauschbörsen zugänglich gemacht wurden. Eine ziemlich simple Anwendung – man installiert auf seinem Rechner ein entsprechendes Programm – verhalf zu einem einschlägigen Erfolg. Pionier in Sachen Tauschbörse war Napster. Im Jahr 2000 zählte Napster 60 Millionen Nutzer, die hier Musik tauschten. Zahlreiche Klagen namhafter Bands und zunehmender Druck durch die Gerichte zwangen die Napster-Betreiber in die Knie. Trotz einer Übernahme durch Bertelsmann wurde der Betrieb der Napster-Server am 1. Juli 2001 eingestellt.
Wer im Internet handelt, kauft oder tauscht, sollte wissen, worauf es ankommt, welche Risiken bestehen und wie man sich sicher und fair verhält. Verstöße gegen das Urheberrecht sind strafbar.
Peer-To-Peer ist eine Technologie, die eine globale Entwicklung, Verbreitung und Nutzung von Inhalten ermöglicht. Der Dateiaustausch (Filesharing) über P2P stellt eine bequeme Möglichkeit dar, öffentlich zugängliche Musik- und Audiodateien, Bilder, Dokumente und Softwareprogramme über das Internet weltweit an andere weiterzugeben.
Tauschbörsen sind nicht per se illegal. Allerdings dürfen urheberrechtlich geschützte Werke wie Filme, Musik, und Software weder zur Verfügung gestellt noch heruntergeladen werden. Ein Zugriff auf solche Materialien ist nur dann erlaubt, wenn eine Lizenz des Urhebers oder einer Verwertungsgesellschaft (GEMA, IFPI etc.) vorliegt.
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Aufgrund der hohen Verluste, die die Musikbranche wegen illegalem Tausch einstecken musste, geht die Musikindustrie mit harten Bandagen gegen Raubkopierer vor. Diskutiert wird allerdings, ob Abmahnungen, Online-Überwachung und zivilrechtliche Strafen der richtige Weg zur Sensibilisierung der Bevölkerung sind oder ob es nicht sinnvoller wäre, an neuen, innovativen Vertriebswegen zu arbeiten.
Das Thema Tausch und Handel im Netz bleibt spannend. Man sollte sich darüber bewusst sein, dass das Anbieten und Kaufen oder Einstellen und Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Werken illegal ist.

Weitere Informationen

Microsoft Deutschland
Vorteile und Risiken des Peer-To-Peer-Dateiaustauschs: 7 Tipps, wie Sie vermeiden können, gegen das Urheberrecht zu verstoßen, und wie Sie sich vor unerwünschter Software schützen.
[www.microsoft.com | 28.10.2011 | 11:43]
Bundesverband Musikindustrie
Der Bundesverband Musikindustrie vertritt die Interessen von rund 350 Labels und Musikunternehmen, die rund 90% des deutschen Musikmarktes repräsentieren und ist Mitglied in der Internationalen Interessenvertretung der Musikindustrie IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) mit Sitz in London, in der über 70 Länder zusammengeschlossen sind.
[www.musikindustrie.de | 28.10.2011 | 11:43]
proMedia
Die proMedia Gesellschaft zum Schutz geistigen Eigentums mbH ermittelt Urheberrechtsverletzungen im Bereich Musik und hat dafür einen exklusiven Auftrag der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry).
[www.antipiracy.de | 28.10.2011 | 11:43]
GVU
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzung ist eine von den Unternehmen und Verbänden der Film- und Unterhaltungssoftware - Wirtschaft getragene Organisation. Ihre Aufgabe besteht in der Aufdeckung von Verstößen gegen die Urheberrechte ihrer Mitglieder und die Mitteilung dieser Verstöße an die Strafverfolgungsbehörden.
[www.gvu.de | 28.10.2011 | 11:45]