Warum ein Original?

Wie Piraterie der Wirtschaft schadet

Musik, Filme, Software, Texte – das Milliardengeschäft mit Piraterie. Doch wer handelt mit wem? Und wer profitiert davon? Hohe wirtschaftliche Verluste haben die Wirtschaft zum Handeln bewegt.
Ob Produkt- und Marken nfälschung, Software-, Film- und Musikpiraterie oder Diebstahl im Netz, in den letzten Jahren überschlagen sich die Presseberichte über die wirtschaftlichen Verluste durch Piraterie. Aber nicht nur die Wirtschaft sondern auch der Verbraucher läuft Gefahr, minderwertigen Produkten zum Opfer zu fallen. Ob gefälschte Arzneimittel, funktionsuntüchtige Geräte oder ein "gefakter" Ferrari – nichts was es nicht gibt.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie berichtet, dass die OECD den weltweiten Schaden durch gefälschte Güter auf 150 Mrd. EUR pro Jahr beziffert. Die Verluste für Deutschland liegen dabei in zweistelliger Milliardenhöhe.
Eine aktuelle Studie, beauftragt durch den Interessenverband der Hard- und Softwarehersteller (BSA) zeigt, dass beispielsweise ein nur 10-prozentiger Rückgang der Piraterie in Deutschland 12.300 Arbeitsstellen schaffen könnte.
Die Musikindustrie klagt, dass trotz steigenden Musikkonsums die Umsatzzahlen sinken. 2006 wurden 374 Millionen illegale Downloads aus Tauschbörsen verzeichnet. Der Schaden wird auf rund eine Milliarde Euro jährlich geschätzt.
Piraterie, und damit die Verletzung geistiger Eigentumsrechte, kostet den Staat Steuereinnahmen, hemmt das Wirtschaftswachstum und führt zum Abbau von Arbeitsplätzen.
Verstöße gegen das Urheberrecht werden rechtlich schärfer verfolgt. Die Musikindustrie geht seit 2004 verstärkt gegen Betreiber von illegalen Tauschbörsen aber auch gegen Privatanbieter illegaler Tauschprodukte vor.
Betroffene Unternehmen schließen sich zu Anti-Piraterie-Kampagnen zusammen, um einerseits die rechtliche Verfolgung von Delikten zu verschärfen, aber auch, um das Bewusstsein in der Bevölkerung für den Schutz geistigen Eigentums zu sensibilisieren.
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Zahlen über Zahlen, die kaum mehr greifbar sind, haben die Wirtschaft zum Handeln bewegt. Immer mehr Unternehmen unterschiedlicher Sparten schließen sich zu Anti-Piraterie-Kampagnen zusammen und sind sich einig: "Piraterie ist kein Kavaliers-Delikt". Neben rechtlichen Schritten gegen Piraterie jeglicher Art sollen Aufklärungskampagnen in den Medien und in Schulen das Bewusstsein für den Wert geistigen Eigentums schärfen.

Weitere Informationen

BSA
Die von der Business Software Alliance in Auftrag gegebenen Studien veranschaulichen die weltweite Auswirkung von Software-Piraterie.
[portal.bsa.org | 28.10.2011 | 11:20]
Bundesverband Musikindustrie
Fakten, Zahlen, Kampagnen – alles rund ums Musikgeschäft
[www.musikindustrie.de | 28.10.2011 | 11:21]
BMWi
Produkt- und Markenpiraterie – Handelspolitische Aspekte und internationale Zusammenarbeit
[www.bmwi.de | 28.10.2011 | 11:22]
Original ist genial
Mit der Initiative BASCAP (Business Action to Stop Counterfeiting and Piracy) verfolgt die Internationale Handelskammer das Ziel, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Gefahren der Marken- und Produktpiraterie zu schärfen.
[www.original-ist-genial.de | 28.10.2011 | 11:22]