Verschlüsselung

Informationsaustausch in Geheimsprache

Der häufige Transfer personenbezogener Daten oder das Versenden sensibler Daten via Internet hat Maßnahmen zur sicheren Übermittlung unabdingbar gemacht.
Bei der Verschlüsselung handelt es sich um eine uralte Technik zur Geheimhaltung von Informationen. Sonst eher für militärische Zwecke genutzt, spielt die Verschlüsselung seit der Nutzung des Internets auch im Alltag eine große Rolle. Dabei versteht man unter "Verschlüsseln" das Konvertieren von Daten in ein für Unbefugte nicht lesbares Format zum Schutz vor unberechtigtem Zugriff.
Verschlüsselung bedeutet die Umwandlung von "Ursprungstext" in "Chiffriertext" oder von lesbarem Klartext in unleserlichen Text. Eine der einfachsten aber auch unsichersten Methoden der Verschlüsselung, die "Caesar-Verschlüsselung", ist auf Julius Caesar zurückzuführen und basiert auf der Verschiebung der Buchstaben um eine bestimmte Anzahl von Positionen.
Bestellungen bei Online-Versandhäusern, Auktionen und Bankgeschäfte erfordern in der Regel vertrauliche Informationen wie Bankkonto- oder Kreditkartennummern. Aus diesem Grund sollten Onlinetransaktionen nur auf sicheren Websites durchgeführt werden. Mit Hilfe eines Internetsicherheitsprotokolls werden die Daten verschlüsselt kommuniziert.
Ähnlich verfährt man beim Versenden von vertraulichen Nachrichten. Durch die Verschlüsselung von Dateien kann vermieden werden, dass Unbefugte Einblick in die darin enthaltenen Informationen erhalten. Zur Verschlüsselung gibt es unterschiedliche Verfahren, jedoch gilt im Wesentlichen:
Bei Kauf- und Bankgeschäften sollte immer auf eine verschlüsselte Netzwerkverbindung geachtet werden. Diese erkennt man am Präfix "https" in der Adressleiste des Internet-Browsers vor der eigentlichen Adresse. Das "s" gibt Aufschluss darüber, dass auf dieser Website das Secure-Socket-Layer-Protokoll verwendet wird, ein Internetsicherheitsprotokoll, das sichere Datenkommunikation durch die Verschlüsselung von Daten gewährleistet. Darüber hinaus gibt das gesperrte Vorhängeschlosssymbol am unteren Rand des Internet Explorers, in der so genannten Statusleiste, Hinweis auf eine sichere Datenverbindung.
PINs, TANs oder Kreditkartennummern sollten nur in ein Internetformular eingegeben werden, wenn die Übertragung gesichert ist. Es sollte sorgfältig geprüft werden, ob man nicht in der Zwischenzeit auf eine unverschlüsselte Verbindung umgeleitet worden ist.
Bei Funknetzwerken (WLAN) sollte man besonders auf eine Verschlüsselung achten. Alles, was während einer unverschlüsselten Sitzung gesendet und empfangen wird, kann von einem Hacker ohne großen Aufwand mitgelesen werden. Das betrifft vertrauliche E-Mails genauso wie Kreditkartennummern. Bei öffentlich genutztem WLAN (so genannten Hotsports) ), z.B. in Cafés, sollte gänzlich auf das Verschicken vertraulicher Daten verzichtet werden.
Vertrauliche Informationen, die per E-Mail verschickt werden, können mit Hilfe einer entsprechenden Software verschlüsselt und vom Empfänger wieder entschlüsselt werden.
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Prinzipiell ist wie bei allen Aktionen im Internet auf einen sorgfältigen Umgang mit persönlichen Daten oder Informationen zu achten. Der Nutzer sollte sich vor jeder Transaktion vergewissern, ob es sich um loyale Geschäfts- oder Gesprächspartner handelt. Besonders wenn Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen im Internet machen, sollte man sich nicht allein auf technische Maßnahmen verlassen, vielmehr hilft hier vor allem Aufklärung und wenn möglich, aktive Begleitung. Denn Schaden macht nicht immer nur klug, sondern manchmal auch ärmer.

Weitere Informationen

Deutschland Sicher im Netz
Die Gemeinschaftsinitiative wurde gegründet, um Nutzer für die potenziellen Gefahren im Internet zu sensibilisieren und den eigenen Online-Schutz zu verbessern.
[www.sicher-im-netz.de | 24.10.2011 | 15:11]
Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Das BSI ist eine unabhängige und neutrale Stelle für Fragen zur IT-Sicherheit in der Informationsgesellschaft.
[www.bsi-fuer-buerger.de | 24.10.2011 | 15:12]