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Grenzenlose Kommunikation? Regeln setzen! Ob per E-Mail, Instant Messaging oder im Chat – über das Internet können Menschen weltweit in direkten Kontakt zueinander treten. Kinder tun das besonders gerne. Wer wirklich am anderen Ende der Leitung ist, kann man nie wissen. Hintergrund
Stille Post – Blind Date
Als Jule ihren Eltern davon erzählt, reagieren sie ungehalten. Sie verbieten Jule strikt, sich mit Tim zu treffen. Jule versteht das nicht. Ihre Eltern stellen sich doch sonst nicht so an, wenn es um Jungs geht. Sie sagen, man könnte ja nicht wissen, was dieser Tim für einer ist. Jule dagegen ist sich ganz sicher, dass Tim ehrlich zu ihr war.
Kanäle im Netz
Besonders Mädchen sind begeisterte Nutzerinnen der verschiedenen Kommunikationskanäle im Netz:
Per E-Mail können sie zeitversetzt mit Freundinnen kommunizieren und sich gegenseitig Bilder und andere Dateien zuschicken.
Mit Programmen wie dem Windows Live Messenger, so genannten „IMClients“, sind sie für Freunde immer erreichbar, während sie online sind. In Echtzeit lassen sich so die neuesten Gerüchte austauschen. Mit einer Webcam können IM-Clients sogar als Videotelefon eingesetzt werden.
Im Chatroom können sich mehrere Leute treffen und sich per Texteingabe in Echtzeit unterhalten. Es gibt offene Chaträume, in denen häufig ein rauer Ton herrscht, und es gibt geschlossene Räume, zu denen man sich zunächst anmelden muss. Solche Chats werden meistens von einem Moderator begleitet, der darauf achtet, dass sich alle an die Regeln halten.
Um per Mail, Chat oder Messenger kommunizieren zu können, braucht man einen eindeutigen Namen. Die meisten Menschen verwenden jedoch nicht ihren echten Namen, sondern einen Fantasienamen. „Tim16“ muss also weder Tim heißen, noch muss er 16 Jahre alt oder überhaupt ein Junge sein.
Denken Sie daran
Da man im Internet nie weiß, mit wem man es zu tun hat, ist es wichtig, einige Vorsichtsregeln zu beachten:
Mit jüngeren Kindern sollten Eltern zunächst gemeinsam die Kommunikationsmöglichkeiten des Internets entdecken. So bekommen beide einen Eindruck von den verschiedenen Plattformen und ein Gefühl für die Spielregeln bei der Online-Kommunikation.
Für Kinder und Jugendliche gibt es eine ganze Reihe geprüfter und sicherer pädagogischer Chats. Solche Chats werden grundsätzlich von geschulten Moderatoren überwacht. Hier sind Kinder vor bösen Überraschungen weitgehend sicher.
Machen Sie ihren Kindern von Anfang an klar, dass sie unter keinen Umständen persönliche Daten an Fremde weitergeben, selbst wenn diese ihnen noch so nett erscheinen. Der echte Name, das Alter, Adresse, Telefonnummern und andere persönliche Informationen sind absolut tabu.
Verbieten Sie ihren Kindern Chat-Bekanntschaften persönlich zu treffen.
Mit Hilfe von Jugenschutzfiltern können Chats, in denen unflätige Sprache benutzt wird, blockiert werden.
Weiterführende Informationen
Quellennachweis
[1] Gabriele Fiedler
Interview mit Gabriele Fiedler: zum Thema „Risiken und Potenziale bei der
Nutzung von Internet und neuen Medien“.
Gabriele Fiedler, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin, Abt. Jugend
und Familie, Jugendamt, Fachsteuerung, 2007
[ | 11.07.2008 | 13:52 ]
Interessante Links
Klicksafe.de
Zum Thema „Chatten“ bietet Klicksafe.de Links und Tipps zum sicheren Chatten für Kinder, Jugendliche, Eltern und Pädagogen.
[ www.klicksafe.de | 11.07.2008 | 13:55 ]
Internauten: Mission Chat
In Mission: Die falsche Paula wird mittels einer Bildgeschichte kind- und jugendgerecht auf die Gefahren beim Chat hingewiesen.
[ www.internauten.de | 11.07.2008 | 14:09 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?

Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.

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