Grundlagen > Jugendmedienschutz > Freigegeben ab... – Alterskennzeichnungen von Bildschirmspielen
Lizenz zum Spielen – Logologie
Die Alterskennzeichen auf Verpackungen von Computerspielen werden von Eltern oft als pädagogische Empfehlung missverstanden. Dabei sagen die Freigaben nichts über die Eignung eines Spiels für eine bestimmte Altersgruppeaus. Sie bestimmen nur das Mindestalter, das Spieler haben sollten, um eine Gefährdung für sie ausschließen zu können.
In Deutschland werden Computerspiele seit 1994 von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) mit einem Alterskennzeichen versehen. Hatten die freiwilligen Altershinweise zunächst nur empfehlenden Charakter, so sind sie seit 2003 gesetzlich vorgeschrieben. Das Jugendschutzgesetz bestimmt, dass Jugendliche in der Öffentlichkeit nur für ihre Altersstufe freigegebene Spiele in die Hände bekommen dürfen.
Neben dem Kennzeichen der USK findet sich häufig noch eine zweite Altersangabe auf der Verpackungsbox: Ein schwarzes Quadrat, in dessen Mitte zum Beispiel eine „16+“ steht. Wie denn nun? Bei diesen Kennzeichen handelt es sich um Empfehlungen des europaweiten „Pan European Game Information“ Systems PEGI.
In Deutschland werden Computerspiele seit 1994 von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) mit einem Alterskennzeichen versehen. Hatten die freiwilligen Altershinweise zunächst nur empfehlenden Charakter, so sind sie seit 2003 gesetzlich vorgeschrieben. Das Jugendschutzgesetz bestimmt, dass Jugendliche in der Öffentlichkeit nur für ihre Altersstufe freigegebene Spiele in die Hände bekommen dürfen.
Neben dem Kennzeichen der USK findet sich häufig noch eine zweite Altersangabe auf der Verpackungsbox: Ein schwarzes Quadrat, in dessen Mitte zum Beispiel eine „16+“ steht. Wie denn nun? Bei diesen Kennzeichen handelt es sich um Empfehlungen des europaweiten „Pan European Game Information“ Systems PEGI.
Zeichenerklärungen
Anders als die USK-Kennzeichen, richten sich die PEGI-Empfehlungen ausschließlich an die Käufer. Das PEGI-System arbeitet mit fünf verschiedenen Altersstufen und sieben unterschiedlichen Inhaltsbeschreibungen. Der Umstand, dass PEGI mit anderen Altersstufen als die USK arbeitet, stiftet einige Verwirrung. Die PEGI-Symbole befinden sich nur deshalb auf den Verpackungen, weil die Spiele z.B. auch in der Schweiz verkauft werden. In Deutschland maßgeblich sind allein die Kennzeichen der USK.
Für sie bestimmt das Jugendschutzgesetz fünf Altersstufen:
Für sie bestimmt das Jugendschutzgesetz fünf Altersstufen:
„Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG“ für Spiele, die für Kinder jeden Alters unbedenklich sind.
„Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG“ für Spiele, die 6-Jährige nicht erschrecken, ängstigen oder anders übererregen.
„Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG“ für Spiele mit höheren Erregungsmomenten, die jedoch über keine Inhalte verfügen, die für 12-Jährige bedenklich sind.
„Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG“ für Spiele, die auch kampfbetonte und gewalthaltige Darstellungen beinhalten, aber für 16-Jährige nicht entwicklungsbeeinträchtigend sind.
„Keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG“ für reine Erwachsenenspiele, die sich auf die Entwicklung Minderjähriger beeinträchtigend auswirken könnten.
Wissen, was gespielt wird
Bei der Bewertung von Spielen geht die USK nicht nach einem starren Kriterienkatalog vor. Zur systematischen Prüfung bedient man sich dort spezieller Spiel-Genres. Welchem Genre ein Spiel zugeordnet wurde, kann man online in der USK-Prüfdatenbank nachlesen.
„Need for Speed“ – ein Autorennspiel, bei dem es um Geschicklichkeit und schnelle Reaktionen geht – ist ein Arcade-Spiel aus dem Untergenre der „Racer “. Freigegeben ist es ab 12 Jahren, was nun nicht heißt, dass es irgendwie besonders geeignet oder wertvoll für 12-Jährige wäre. Die Freigabe bedeutet nur, dass das Spiel jüngere Kinder womöglich beeinträchtigen könnte. Ob ein neues Spiel tatsächlich für ihr Kind sinnvoll ist, finden Eltern am leichtesten heraus, wenn sie es die ersten Male gemeinsam spielen.
Eltern tun das zu selten, hat der Frankfurter Soziologe Klaus Allerbeck bei einer Befragung von 600 Online-Spielern herausgefunden: 40 Prozent der 13- bis 15-Jährigen nannten ihm als Lieblingsspiel einen Titel, der für ihr Alter nicht freigegeben war. Allerbeck forderte unter anderem technische Verfahren, die Eltern die Kontrolle erleichtern sollen. Ein solches Verfahren bietet zum Beispiel Microsofts „Games for Windows“-Programm: Alle dort aufgenommenen Spiele erhalten ein digitales „Wasserzeichen“, das vom Jugendschutzsystem von Windows Vista oder der Xbox 360-Konsole erkannt wird.
„Need for Speed“ – ein Autorennspiel, bei dem es um Geschicklichkeit und schnelle Reaktionen geht – ist ein Arcade-Spiel aus dem Untergenre der „Racer “. Freigegeben ist es ab 12 Jahren, was nun nicht heißt, dass es irgendwie besonders geeignet oder wertvoll für 12-Jährige wäre. Die Freigabe bedeutet nur, dass das Spiel jüngere Kinder womöglich beeinträchtigen könnte. Ob ein neues Spiel tatsächlich für ihr Kind sinnvoll ist, finden Eltern am leichtesten heraus, wenn sie es die ersten Male gemeinsam spielen.
Eltern tun das zu selten, hat der Frankfurter Soziologe Klaus Allerbeck bei einer Befragung von 600 Online-Spielern herausgefunden: 40 Prozent der 13- bis 15-Jährigen nannten ihm als Lieblingsspiel einen Titel, der für ihr Alter nicht freigegeben war. Allerbeck forderte unter anderem technische Verfahren, die Eltern die Kontrolle erleichtern sollen. Ein solches Verfahren bietet zum Beispiel Microsofts „Games for Windows“-Programm: Alle dort aufgenommenen Spiele erhalten ein digitales „Wasserzeichen“, das vom Jugendschutzsystem von Windows Vista oder der Xbox 360-Konsole erkannt wird.
Zusammenfassung
Auf Computerspiel-Verpackungen finden sich in Deutschland häufig zwei – manchmal widersprüchliche – Alterskennzeichen. Während das PEGI-Zeichen eine unverbindliche Empfehlung für Eltern und Lehrer ist, hat die USK-Kennzeichnung für den Handel bindende Wirkung. Das Jugendschutzgesetz sieht fünf Altersstufen für die Kennzeichnung von Bildschirmspielen vor: Freigegeben „ohne Altersbeschränkung“, ab 6, 12 oder 16 Jahren sowie „keine Jugendfreigabe“. Bei der Einstufung ordnet die USK Spiele zudem bestimmten Genres zu. Beides, Alterskennzeichen und Genre, kann Eltern als Orientierung bei der Auswahl geeigneter Spiele helfen. Technische Verfahren wie das „Games for Windows“-Programm können sie bei der Kontrolle unterstützen.
Weiterführende Informationen
Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK)
Neben einer Prüfdatenbank bieten die Internetseiten der USK Informationen zu Genres und Alterskennzeichen.
[ www.usk.de | 06.02.2008 | 13:29 ]
Neben einer Prüfdatenbank bieten die Internetseiten der USK Informationen zu Genres und Alterskennzeichen.
[ www.usk.de | 06.02.2008 | 13:29 ]
Pan European Game Information (PEGI)
Hier finden sich Informationen zu den Bewertungskriterien des europäischen Alterseinstufungssystems.
[ www.pegi.info | 06.02.2008 | 13:30 ]
Hier finden sich Informationen zu den Bewertungskriterien des europäischen Alterseinstufungssystems.
[ www.pegi.info | 06.02.2008 | 13:30 ]
Games for Windows
Games for Windows ist ein Spiele-Label von Microsoft, unter dem Titel erscheinen, die bestimmte Auflagen erfüllen. Neben Qualitäts- und Kompatibilitätskriterien unterstützen diese Titel die Jugendschutzeinstellungen von Windows Vista.
[ global.gamesforwindows.com/de-De | 06.02.2008 | 13:30 ]
Games for Windows ist ein Spiele-Label von Microsoft, unter dem Titel erscheinen, die bestimmte Auflagen erfüllen. Neben Qualitäts- und Kompatibilitätskriterien unterstützen diese Titel die Jugendschutzeinstellungen von Windows Vista.
[ global.gamesforwindows.com/de-De | 06.02.2008 | 13:30 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?
Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.
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Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.
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