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Grundlagen > Jugendmedienschutz > Ein Netz voll Licht und Schatten – Jugendmedienschutz im Internet
Ein Netz voll Licht und Schatten Jugendmedienschutz im Internet Webseiten gehen im Sekundentakt on- oder offline, Inhalte kommen und gehen. Zustände wie auf dem Bahnhofsplatz. Kein guter Ort für Heranwachsende, mag mancher denken. Videoclips
Grenzenlos vielseitig – Handel und Wandel
Mehr als 40 Millionen Deutsche sind inzwischen online. Die fleißigsten Nutzer sind die 14- bis 19-Jährigen. Sie finden im Internet nicht nur Erwünschtes, sondern auch Pornografie, Gewalt, Extremismus. Kinder und Jugendliche vor solchen Inhalten zu schützen, ist eine schwierige und nur gemeinsam zu bewältigende Aufgabe:
Das Internet ist einem stetigen Wandel unterlegen. Kommerzielle und private Anbieter auf der ganzen Welt speisen ihre Inhalte ins Netz. Deutsche Jugendschutzgesetze gelten jedoch ausschließlich für die hier ansässigen Anbieter. Der weitaus größte Teil der Inhalte gelangt weitgehend unkontrolliert ins Netz.
Während kommerzielle Anbieter durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Jugendschutz-Stellen noch ansatzweise kontrollierbar sind, kommen die Systeme bei der Prüfung privater Anbieter und von Nutzern generierten Inhalten schnell an ihr Limit.
Im Internet kann jeder gleichzeitig Anbieter und Nutzer von Inhalten sein, jeder ist mit jedem verbunden. Im Gegensatz zu einem Rundfunksender, wo Inhalte an einer zentralen Stelle gefiltert werden können, sind im Netz daher Filtertechnologien nötig, die der Komplexität der Zugriffsmöglichkeiten Rechnung tragen.
Beratung und Aufklärung
Selbst wenn Jugendschutz im Internet nie zu hundert Prozent erfolgreich sein kann, muss alles Mögliche zum Schutz von Kindern und Jugendlichen getan werden. Dieser Aufgabe widmet sich die Freiwillige Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM). Die FSM wurde von Verbänden und Unternehmen der Online-Wirtschaft gegründet. Alle Mitglieder des Vereins haben sich dazu verpflichtet, ihre Inhalte nur unter Beachtung strenger Jugendschutz-Regeln zu veröffentlichen.

Um die Verbreitung jugendgefährdender oder rechtswidriger Inhalte im Netz zu verhindern, tut die FSM als eine von der KJM anerkannte Selbstkontrolleinrichtung noch mehr:
Anbieter von Online-Inhalten in Deutschland müssen einen Jugendschutzbeauftragten benennen. Weil diese Aufgabe gerade für kleinere Unternehmen schwierig umzusetzen ist, übernimmt die FSM als staatlich anerkannte Einrichtung diese Funktion für ihre Mitglieder und berät sie in Jugenschutz-Fragen.
Die FSM ist eine offizielle Beschwerdestelle, rechtlich fragwürdige Seiten können ihr gemeldet werden. Die FSM kümmert sich um die Aufklärung des Sachverhalts.
Die FSM klärt Netz-Nutzer – zum Beispiel auf ihrer Website – gezielt über Risiken im Netz und seine sichere Nutzung auf.
Global aktiv
Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben arbeitet die Freiwillige Selbstkontrolleinrichtung mit in- und ausländischen Stellen zusammen:
Erhält die FSM Beschwerden über Anbieter, die nicht ihr Mitglied sind, leitet sie die Beanstandung an die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten und die gemeinsame Stelle Jugendschutz aller Länder (jugendschutz.net) weiter.
Verstöße gegen das Strafrecht im Internet zeigt die FSM den Strafverfolgungsbehörden an.
Um gegen rechtswidrige Inhalte von ausländischen Anbietern vorgehen zu können, hat die FSM mit verschiedenen Organisationen die Internationale Vereinigung der Internet Hotlines INHOPE gegründet. Dank der INHOPEHotlines können illegale Inhalte in ihrem Ursprungsland schneller vom Netz genommen werden.
Zusammen mit ihren Partnern hilft die FSM, das Internet für die Kinder und Jugendlichen zu einem Ort zu machen, an dem sie sich möglichst unbehelligt von bedenklichen Inhalten bewegen können.
Zusammenfassung
Das Internet ist zum Massenmedium geworden. Vor allem Jugendliche sind online aktiv. Da das schnelllebige, weltweite Netz nur schwer zu kontrollieren ist, lauert hinter so manchem Klick eine Gefahr für Heranwachsende.

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter e.V. kümmert sich darum, solche Gefahren zu entschärfen. Internet-Nutzer können sie dabei unterstützen, indem sie rechtlich fragwürdige Seiten bei der FSM melden. Gemeinsam mit ihren Partnern ist die FSM weltweit aktiv. Mit Hilfe der INHOPE-Hotline können Rechtsverstöße im Netz auch international verfolgt werden.
Weiterführende Informationen
Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter
Die Selbstkontrollorganisation bietet die Möglichkeit, sich im Bereich des Jugendmedienschutzes über strafbare oder jugendgefährdende Inhalte im Netz zu beschweren oder Fragen zum Thema Jugendschutz zu stellen.
[ www.fsm.de | 06.02.2008 | 10:58 ]
INHOPE Internationale Vereinigung der Internet Hotlines
INHOPE repräsentiert Internet Hotlines der ganzen Welt und unterstützt sie bei ihrem Ziel, auf Beschwerden über illegale Inhalte zu reagieren.
[ www.inhope.org | 06.02.2008 | 10:58 ]
Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) der Landesmedienanstalten
Als zentrale Stelle dient die KJM der jeweils zuständigen Landesmedienanstalt als Organ bei der Erfüllung ihrer Aufgaben nach dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.
[ www.kjm-online.de | 06.02.2008 | 10:59 ]
Jugendschutz.net
Jugendschutz.net wurde 1997 von den Jugendministern aller Bundesländer gegründet und ist seit 2003 organisatorisch an die KJM angebunden. Jugendschutz.net unterstützt die KJM bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben.
[ www.jugendschutz.net | 06.02.2008 | 11:00 ]
Internet-Beschwerdestelle
Ziel der in „Deutschland sicher im Netz“ aufgenommenen Initiative ist es, Anwender vor Sicherheitsproblemen und Kriminalität im Internet zu schützen, zu einem bewussten Umgang mit Informationstechnologie zu motivieren und das Vertrauen in neue Technologien zu stärken.
[ www.internet-beschwerdestelle.de | 06.02.2008 | 11:01 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?

Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.

Wie nutzt man Social Bookmarks?
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