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Grundlagen > Jugendmedienschutz > Medien als Erziehungsaufgabe – Jugendmedienschutz in der Familie
Medien als Erziehungsaufgabe Jugendmedienschutz in der Familie Die Glotze steht immer häufiger schon im Kinderzimmer. Ein Handy hat sowieso jeder. Und das Heimkino hat vom PC und der Spielkonsole Konkurrenz bekommen. Für Familien bedeutet das neue Chancen – und neue Herausforderungen. Videoclips
Vorbilder, Vorschriften, Verbote
Medienalltag im Wandel
Mit der wachsenden Medienausstattung von Familien wachsen auch die Möglichkeiten gemeinsamer Medienaktivitäten. Heute steht am Spieleabend statt Monopoly Konsolen-Karaoke auf dem Programm. Auch gibt es vielen Eltern Sicherheit, ihre Kinder im Notfall über das Handy erreichen zu können. Doch die medialen Problemfälle mehren sich:
Statt um die TV-Fernbedienung kämpft man nun um die Maus: Ist nur ein PC im Haushalt vorhanden, ist der Streit vorprogrammiert.
Die gemeinsame Nutzung eines Familien-PCs kann für die Datensicherheit problematisch sein, besonders dann, wenn individuelle Benutzerkonten fehlen.
Leben mehrere Kinder in der Familie, besteht die Gefahr, dass die Jüngeren durch ältere Geschwister mit Medien in Berührung kommen, die für ihr Alter ungeeignet sind.
Haben Kinder Mediengeräte im eigenen Zimmer, sind Nutzungszeiten und Inhalte besonders schwer zu kontrollieren.
Bei der Vermeidung oder Lösung solcher Probleme hilft das Jugendschutzgesetz kaum weiter, denn es wendet sich in erster Linie an Medienanbieter.
Eltern sind Vorbilder
Im Jugendschutzgesetz finden Eltern nur wenige Paragrafen, die sie direkt betreffen. Teilweise erhalten sie sogar besondere Rechte. Dennoch wissen viele Eltern nicht,
dass Kinder zwischen sechs und elf Jahren Kinofilme mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren sehen dürfen, wenn sie in Begleitung ihrer Eltern – oder einer von den Eltern beauftragten, volljährigen Person – unterwegs sind.
dass sie Videos und Bildschirmspiele, die keine Jugendfreigabe besitzen, für Kinder und Jugendliche unbedingt unerreichbar aufbewahren sollten.
dass im Jugendschutzgesetz und im Jugendmedienschutz-Staatsvertrag geregelt ist, an wen sie sich mit Fragen oder Beschwerden wenden können.
Welche Computerspiele Kinder letztlich zu Hause spielen oder welche Webseiten sie besuchen, überlässt der Gesetzgeber weitgehend der Entscheidung der Eltern. Damit tragen sie eine große Verantwortung für den Medienkonsum ihrer Kinder – wie auch für den eigenen.
Richtschnur im Alltag
Jugendmedienschutz in der Familie lässt sich nicht gesetzlich verordnen. Er verlangt mehr, als die bloße Befolgung gesetzlicher Vorschriften. Verantwortungsbewusste Medienerziehung beinhaltet, dass Eltern
den Unterhaltungs- und Lernwünschen der Kinder an die Medien Interesse und Verständnis entgegenbringen, aber auch Kritik äußern und Anregungen geben, wo es ihnen nötig erscheint.
klare Regeln zur Nutzung von Medien mit ihren Kindern vereinbaren und dabei auch Grenzen setzen, zum Beispiel in Form eines Computer-Zeitkontos.
die Medienkompetenz der Kinder, aber auch die eigenen Fähigkeiten im Umgang mit Computer, Internet oder Konsole verbessern, zum Beispiel durch die Nutzung von Informations-, Beratungs- oder Bildungsangeboten oder durch gemeinsames Spielen und Surfen.
Die gesetzlichen Bestimmungen sollten bei all dem als Richtschnur für den Medienumgang im Familienalltag betrachtet werden, zum Beispiel, wenn es um Alterskennzeichnungen von Spielen oder Zugangsbeschränkungen im Internet geht.
Zusammenfassung
Der Wandel im Medienalltag bietet Familien neue Chancen für gemeinsame Medienerlebnisse und stellt sie gleichzeitig vor neue Herausforderungen: Mediale Problemfälle nehmen zu und gesetzliche Vorschriften können nur bedingt helfen, sie zu vermeiden. Vielmehr liegt die Hauptverantwortung dafür, welche Medien Kinder nutzen und welche Erfahrungen sie mit ihnen machen, bei den Eltern. Wenn sie Medienerziehung bewusst als ihre Aufgabe wahrnehmen und sich dabei der gesetzlichen Regelungen als Richtschnur bedienen, können Kinder zu kompetenten Mediennutzern werden – und das ist immer noch der beste Schutz.
Bildungsangebote für Eltern und Kinder
Wem Weiterbildungs- oder Informationsangebote im Internet allein nicht reichen oder wer spezielle Fragen zur Medienerziehung hat, findet häufig auch direkt vor Ort Hilfe.

Verschiedene Veranstalter bieten Kurse an, mit deren Hilfe Heranwachsende, aber auch Eltern ihre Fähigkeiten im Umgang mit neuen Medien erweitern können. Für Eltern finden sich außerdem Bildungsangebote, die Fragen der Medienerziehung thematisieren.

Eine erste Anlaufstelle für Eltern, um einen geeigneten Anbieter in ihrer Nähe zu finden, können Familienbildungsstätten, die örtlichen Jugendämter, Eltern und Familienberatungsstellen oder auch Kindertageseinrichtungen sein.

Computer- und Internetkurse unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade werden oft von örtlichen Medienzentren, Kultur- und Stadtteilzentren oder auch von Volkshochschulen und Bibliotheken angeboten. Für Computerneulinge bieten sich besonders Internet-Führerscheine an, wie sie in vielen Städten angeboten werden.

Speziell an Jugendliche richten sich medienpädagogische Angebote in Jugendtreffs und anderen Freizeiteinrichtungen. Hier können Jugendliche unter fachlicher Anleitung eigene Medienprodukte herstellen und sie z. B. im Rahmen eines Wettbewerbs präsentieren. Ermuntern sie Ihre Kinder, an solchen Projekten teilzunehmen.
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie Informationen zu Kursangeboten und -anbietern:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Der Familen-Wegweiser ist ein Angebot des Bundesfamilienministeriums mit Fragen und Antworten rund um das Thema Erziehung.
[ www.familien-wegweiser.de | 05.02.2008 | 18:21 ]
Deutscher Bildungsserver
Der Deutsche Bildungsserver hält viele Informationen zum Thema Bildung für verschiedene Zielgruppen bereit.
[ www.bildungsserver.de | 05.02.2008 | 18:23 ]
Bundesarbeitsgemeinschaft Katholischer Familienbildungsstätten
Webseiten der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung mit Adressen von Familienbildungsstätten und Informationen zu Kursangeboten.
[ www.familienbildung-deutschland.de | 05.02.2008 | 18:27 ]
Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelischer Familien-Bildungsstätten e.V.
Webseiten der evangelischen Bundesarbeitsgemeinschaft Familienbildung mit Adressen von Familienbildungsstätten und Informationen zu Kursangeboten.
[ www.familienbildung-ev-bag.de | 05.02.2008 | 18:32 ]
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ)
Auf der Webseite der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz finden sich sämtliche Adressen der Landesarbeitsgemeinschaften in den Bundesländern.
[ www.bag-jugendschutz.de | 05.02.2008 | 18:28 ]
SCHAU HIN! Was Deine Kinder machen.
SCHAU HIN! bildet eine Brücke zwischen Eltern und ihren Kindern. SCHAU HIN! gibt Eltern praktische Orientierungshilfen zur Mediennutzung und -erziehung und fördert den Dialog zwischen Eltern und Kindern.
[ www.schauhin.info | 05.02.2008 | 18:29 ]
Microsoft – Sicherheit zu Hause: Schützen Sie Ihre Familie
Beim Surfen im Internet, beim Recherchieren für Schulprojekte, beim Spielen von Online-Games oder Chatten mit Freunden: Sie können Ihr Kind bei sämtlichen Online-Aktivitäten schützen. Hier erhalten Sie Tipps und Informationen.
[ www.sichere-einstellung.de | 05.02.2008 | 18:29 ]
Eltern-Medien-Trainer (BITS 21)
Der Fortbildungsgang richtet sich an alle pädagogischen Fachkräfte, die in der Eltern- und Familienbildung tätig sind und Veranstaltungen zu aktuellen Fragen der Mediennutzung und Medienerziehung durchführen oder künftig durchführen wollen.
[ www.bits21.de | 05.02.2008 | 18:30 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?

Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.

Wie nutzt man Social Bookmarks?
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