Unterrichtsideen > Mediennutzung > Medientagebuch - Einsatz in der Grundschule
Früh übt sich ...
In der Form eines Schulheftes ist das Medientagebuch für die Grundschule altersgruppengerecht gestaltet und knüpft an die vertrauten Kulturtechniken des Schreibens und Malens an. Mit dem Medientagebuch beobachten und analysieren die Schülerinnen und Schüler ihren Medienalltag.
Durch den Blick auf das eigene Verhalten wird eine kritische Selbstreflexion angeregt. Das Ziel ist, sich der eigenen Mediennutzung bewusst zu werden. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, ob, in welchem Ausmaß und mit wem sie sich darüber austauschen möchten.
Durch den Blick auf das eigene Verhalten wird eine kritische Selbstreflexion angeregt. Das Ziel ist, sich der eigenen Mediennutzung bewusst zu werden. Die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, ob, in welchem Ausmaß und mit wem sie sich darüber austauschen möchten.
Unterrichtsziele
Durch die Auseinandersetzung mit der eigenen Mediennutzung werden Sicherheitsrisiken erkannt und praktische Regeln eines verantwortungsvollen Umgangs abgeleitet:
Das Bewusstsein für den eigenen Umgang mit Medien im Alltag wird entwickelt, indem die Schülerinnen und Schüler ein Medientagebuch führen, das ihre tägliche Mediennutzung dokumentiert.
Vorteile, aber auch Gefährdungen und Sicherheitsrisiken bei der Mediennutzung sowie geeignete Gegenmaßnahmen werden durch die gemeinsame Analyse der Medientagebücher identifiziert und diskutiert.
Eigenverantwortung, Aufmerksamkeit und technische Kenntnisse werden als Bedingungen für eine sichere Mediennutzung erkannt, indem praktische Verhaltensregeln hergeleitet werden.
Szenario
Die Schülerinnen und Schüler dokumentieren und analysieren ihren Medienalltag. Über einen Zeitraum von 1 - 2 Wochen führen sie das Medientagebuch. Sollte kein PC im Haushalt vorhanden sein, so kann die Nutzung öffentlicher Rechner, z.B. in der Schule erfasst werden.
In der gemeinsamen Analyse der Mediennutzung wird der Schwerpunkt auf das Erkennen möglicher Sicherheitsrisiken gelegt. Die Bedeutung der Eigenverantwortung und Aufmerksamkeit gegenüber dem Gefährdungspotenzial wird verdeutlicht und durch das Entwickeln von Verhaltensregeln für die Alltagspraxis gestärkt.
Umsetzung im Unterricht
Zur Vorbereitung müssen die Lehrpersonen die Eltern über den Einsatz des Medientagebuchs informieren und ihre Zustimmung einholen. Den Eltern, Schülerinnen und Schülern wird die Vertraulichkeit aller Angaben und Daten zugesichert. Sie werden nicht an Dritte weiter gegeben und nur innerhalb des Unterrichtsprojekts diskutiert.
Phase 1: Einleitung
Um den Schülerinnen und Schülern das Verständnis zu erleichtern, was überhaupt ein Medium ist und in welchen Zusammenhängen es von ihnen im Alltag genutzt wird, empfiehlt sich eine spielerische Einleitung zur „Medienlandschaft“.
Ähnlich wie im bekannten Kinderspiel „Stadt, Land, Fluss“ werden auf Vorgabe eines Stichworts, hier einer Medienkategorie wie „Computer“, Begriffe aus der kindlichen Erfahrungswelt zugeordnet, z.B. „Spielen“. Mit Mediennavigator, Spielkarten und Spielbögen ergibt sich ein unterhaltsamer und spannender Spielablauf, der das Wissen der Schülerinnen und Schüler über die Medien und ihre Nutzungsmöglichkeiten entwickelt und verbessert.
Ähnlich wie im bekannten Kinderspiel „Stadt, Land, Fluss“ werden auf Vorgabe eines Stichworts, hier einer Medienkategorie wie „Computer“, Begriffe aus der kindlichen Erfahrungswelt zugeordnet, z.B. „Spielen“. Mit Mediennavigator, Spielkarten und Spielbögen ergibt sich ein unterhaltsamer und spannender Spielablauf, der das Wissen der Schülerinnen und Schüler über die Medien und ihre Nutzungsmöglichkeiten entwickelt und verbessert.
Phase 2: Führen des Medientagebuchs
Durch die übersichtliche Anordnung und einfache Handhabung des Medientagebuchs sind die Angaben rasch und regelmäßig möglich. Für jeden Tag gibt es eine Doppelseite, in der die Kinder durch Ankreuzen festhalten können, welches Medium sie genutzt haben. Am Ende der Woche werden die Häufigkeiten der Nutzung von den Schülerinnen und Schülern addiert.
Ergänzend können die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Medienlandschaft durch ein Bild darstellen und in einem kurzen Text erklären, welches Medium sie am meisten nutzen und begründen, warum.
Ergänzend können die Schülerinnen und Schüler ihre persönliche Medienlandschaft durch ein Bild darstellen und in einem kurzen Text erklären, welches Medium sie am meisten nutzen und begründen, warum.
Phase 3: Auswertung und Diskussion
Die Lehrpersonen erhalten ein Arbeitstool, um die gesamten Daten anonym quantitativ zu erfassen. Die Ergebnisse können gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu einer „Medienlandschaft“ der Klasse zusammen gestellt werden, die einen Überblick der Mediennutzung der Klasse vermittelt.
Gefährdungen und Risiken bei der Mediennutzung sowie geeignete Gegenmaßnahmen werden durch die gemeinsame Analyse der Medientagebücher identifiziert und diskutiert.
Gefährdungen und Risiken bei der Mediennutzung sowie geeignete Gegenmaßnahmen werden durch die gemeinsame Analyse der Medientagebücher identifiziert und diskutiert.
Ergebnis: Kritische Reflexion und persönliche Verhaltensregeln
In einem Aufsatz fassen die die Schülerinnen und Schüler die Auswertung und Diskussion zusammen und beurteilen ihre bisherige Mediennutzung im Hinblick auf Zeitaufwand, Häufigkeit und Sicherheitsrisiken. Sie legen persönliche Verhaltensregeln für ihren bewussten und eigenverantwortlichen Umgang mit den Medien fest.
Weiterführende Informationen
Kinder, Information, (Multi) Media (KIM) 2006
Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum Medienverhalten der 6- bis 13-Jährigen in der Bundesrepublik.
[ KIM Studie 2006 | 24.05.2007 | 16:28 ]
Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) zum Medienverhalten der 6- bis 13-Jährigen in der Bundesrepublik.
[ KIM Studie 2006 | 24.05.2007 | 16:28 ]
Social Bookmarks – was steckt dahinter?
Was sind Social Bookmarks?
Social Bookmarks sind Internet-Lesezeichen, die in einem Netz (Internet oder Intranet) von registrierten Benutzern gesetzt und mittels eines RSS-Feeds verfolgt werden können. So genannte Social Bookmark-Netzwerke - wie sie Facebook und andere Anbieter bereitstellen - sind für das Sammeln von Links, Nachrichtenmeldungen Podcasts oder Videos konzipiert. Die Lesezeichen lassen sich nach Kennwörtern (Tags), Tag-Kombinationen, Kategorien oder Benutzern auflisten.
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